{"id":26,"date":"2008-01-01T21:04:46","date_gmt":"2008-01-01T20:04:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/index.php\/2008\/01\/02\/silvester-in-berlin\/"},"modified":"2010-10-31T10:03:10","modified_gmt":"2010-10-31T09:03:10","slug":"silvester-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/2008\/01\/01\/silvester-in-berlin\/","title":{"rendered":"Silvester in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Ich w\u00fcnsche allen, die mich kennen oder auch nicht kennen, ein frohes Jahr 2008.<\/p>\n<p>Silvester einmal in Berlin erleben, das war der Plan von urspr\u00fcnglich 5 Personen, den letztendlich 2 auch umgesetzt haben.<\/p>\n<p>Zusammen mit einem Freund fuhr ich also nach Berlin. Ausgestiegen sind wir bereits am Alexanderplatz, um noch ein wenig durch die Innenstadt zu laufen, vor allem die Stra\u00dfe Unter den Linden zu sehen und nat\u00fcrlich mussten auch wir noch ein paar B\u00f6ller verknallen.<\/p>\n<p>Kaum den Bahnhof verlassen, hat man auch wieder Berlins typischen <strike>Gestank<\/strike> Geruch in der Nase, dieses mal gemischt mit dem von verbranntem Schwefel. Auch deutete ein Blick den Fernsehturm hinauf auf bereits viele gez\u00fcndete Feuerwerksk\u00f6rper hin. Auf dem Bild ist das leider nicht so gut zu erkennen, aber der Turm sah nebelumh\u00fcllt wirklich gut aus. Die meisten Bilder sind generell nicht so besonders gut geworden, daher gibt es hier nur verkleinerte Versionen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/silvester_2007_in_berlin_fernsehturm.jpg\" alt=\"Silvester_2007_in_Berlin_Fernsehturm\" \/><\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe Unter den Linden ist recht \u00fcppig beleuchtet, sodass man sich wirklich fragt, was das wohl alles an Strom zieht.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/silvester_2007_in_berlin_beleuchtung.jpg\" alt=\"Silvester_2007_in_Berlin_Beleuchtung\" \/><\/p>\n<p>An fast jeder Ecke waren St\u00e4nde mit hei\u00dfen oder kalten Leckereien aufgebaut, das wirkte alles noch stark weihnachtlich. Vorbei an Denkm\u00e4lern auf unserem Marsch in Richtung Brandenburger Tor entpuppte sich mein Begleiter als wahrer Stadtf\u00fchrer. Es gibt keine Sehensw\u00fcrdigkeit, zu der er keinen Kommentar parat hatte.<\/p>\n<p>Unter den Linden entdeckten wir eine Bushaltestelle als perfektes Pl\u00e4tzchen f\u00fcr uns, um unseren &#8222;Sprengstoff&#8220; in die Luft zu jagen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/silvester_2007_in_berlin_bushaltestelle.jpg\" alt=\"Silvester_2007_in_Berlin_Bushaltestelle\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor dem Brandenburger Tor trafen wir dann auf die erste polizeiliche Absperrung. Die potenziellen Besucher wurden auf einen Umweg um einige H\u00e4userbl\u00f6cke hingewiesen. Am Judendenkmal stand erneut eine solche Absperrung. Eine Polizistin verstand es, uns die Hoffnung auf Einlass auf die Festmeile (Stra\u00dfe des 17. Juni) vorerst zu nehmen. Angeblich sei das Gel\u00e4nde am Brandenburger Tor bereits \u00fcberf\u00fcllt, deshalb w\u00fcrden keine weiteren Besucher hineingelassen. Allerdings w\u00e4re an der, einige Kilometer entfernten, Siegess\u00e4ule noch etwas Platz. So einfach lassen wir uns (und viele andere ebenso) jedoch nicht aufhalten und liefen weiter durch unbekanntes Gebiet. Nach einem flotten Spaziergang durch einen Wald gab es an einem weiteren Einlasspunkt dann wieder nichts als Durchsagen, sich weiter in Richtung Siegess\u00e4ule zu bewegen. Etwa 100m von der Absperrung entfernt gab es dann jedoch eine M\u00f6glichkeit, sich illegalerweise auf die Festmeile zu schleichen.<\/p>\n<p>Endlich auf der Festmeile angekommen, war man promt von einer unglaublichen Menschenmenge umgeben.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/silvester_2007_in_berlin_menschenmenge.jpg\" alt=\"Silvester_2007_in_Berlin_Menschenmenge\" \/><\/p>\n<p>(Die Gesichter im Bild sind absichtlich unkenntlich gemacht.)<\/p>\n<p>In diesem Moment wurde uns klar, warum der weitere Zutritt zum Gel\u00e4nde verboten worden war.<br \/>\nMan kann den weiteren Verlauf wohl passend als passive Bewegung bezeichnen. Wir selbst konnten nicht entscheiden, in welche Richtung oder wie schnell wir laufen wollten, wir wurden einfach vorangetrieben.<\/p>\n<p>Von der Entscheidung, einen Gl\u00fchwein trinken zu wollen, bis es dann soweit war, verging bestimmt eine halbe Stunde in dem Gedr\u00e4nge. Auch war es unm\u00f6glich, bis direkt zu dem Gl\u00fchweinstand vorzusto\u00dfen. Stattdessen wurden die Bestellungen, das Geld und dann auch der Gl\u00fchwein von Mensch zu Mensch weitergereicht.<\/p>\n<p>Etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht erreichten wir dann eine Stelle, an der man stehen, atmen und sogar seine Arme wieder bewegen konnte. Wir blieben dort und lernten eine nette Amerikanerin kennen, die zum ersten Mal in Europa und innerhalb ihrer 3-w\u00f6chigen Europa-Rundreise nun in Berlin gelandet ist. Sie kann so gut wie kein Wort Deutsch, sodass ich dazu gen\u00f6tigt war, meine Englischkenntnisse wieder etwas aufzufrischen.<\/p>\n<p>Wir standen also recht g\u00fcnstig vor einem gro\u00dfen Bildschirm, welcher eigentlich das B\u00fchnen-Programm \u00fcbertragen und den Besuchern die Uhrzeit pr\u00e4sentieren sollte, allerdings war das Bild stark gest\u00f6rt. Schlie\u00dflich wurde der Andrang an der Hauptb\u00fchne so gro\u00df, dass eine Durchsage per Lautsprecher die Besucher bat, sich nicht weiter in Richtung Brandenburger Tor zu bewegen. &#8222;Liebe G\u00e4ste, der Veranstalter bittet Sie, sich nicht mehr in Richtung des Brandenburger Tores zu bewegen. Der Platz vor der Hauptb\u00fchne ist voller G\u00e4ste. Viel Spa\u00df bei unseren B\u00fchnen am Kleinen und Gro\u00dfen Stern. Danke f\u00fcr Ihr Verst\u00e4ndnis.&#8220;<br \/>\nDiese Meldung wurde dann in Kurzfassung auch auf dem Monitor eingeblendet, sodass wir von dem Live-Programm so gut wie nichts mitbekamen und auch keine Uhr mehr in Sichtweite war.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/silvester_2007_in_berlin_bildschirm.jpg\" alt=\"Silvester_2007_in_Berlin_Bildschirm\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor Mitternacht wurde diese Ansage st\u00e4ndig wiederholt, was mit der Zeit schon ziemlich nervig wurde und die Menge zu lautstarker Entr\u00fcstung veranlasste.<\/p>\n<p>Dann pl\u00f6tzlich schrie die Menge auf und wir wussten, es war Mitternacht, der Jahreswechsel.<\/p>\n<p>Bereits direkt nach dem 10-min\u00fctigen Feuerwerk l\u00f6ste sich das Gedr\u00e4nge und es wurde schon nahezu unheimlich leer um uns herum. Nun war die Zeit gekommen, sich den Rest der Festmeile anzusehen. Wir sind also, zusammen mit unserer amerikanischen Begleiterin, einmal zur Siegess\u00e4ule und wieder zur\u00fcck zum Brandenburger Tor gelaufen. Trotz angek\u00fcndigter starker Kontrollen bei Einlass auf Glasflaschen und Feuerwerksk\u00f6rper lagen unz\u00e4hlige zerbrochene Bier-, Sekt- und Weinflaschen auf der Stra\u00dfe. Es knirschte quasi bei jedem Schritt. Die Festmeile glich einem Schlachtfeld. Auch blieben die \u00fcblichen Schl\u00e4gereien nicht aus, Blaulicht gab es des \u00f6fteren zu sehen. Auf dem R\u00fcckweg zum Brandenburger Tor kamen uns dann bereits erste Reinigungskr\u00e4fte entgegen.<\/p>\n<p>Eine Fahrt mit dem Riesenrad (engl. Ferris wheel) durfte nat\u00fcrlich auch nicht fehlen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.craue.de\/christian\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/silvester_2007_in_berlin_riesenrad.jpg\" alt=\"Silvester_2007_in_Berlin_Riesenrad\" \/><\/p>\n<p>Es fielen sogar ein paar wenige Schneeflocken vom Himmel und bis auf eine Sektdusche um Mitternacht blieb es gl\u00fccklicherweise trocken.<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen war es wirklich ein tolles Erlebnis, eine neue Erfahrung, aber dieses Jahr werden wir uns dann doch lieber etwas anderes vornehmen.<\/p>\n<p>Wer wirklich ganz genau wissen will, wo wir langgelaufen sind, sollte <a href=\"http:\/\/www.craue.de\/maps\/?silvester_2007_in_berlin\" title=\"Silvester 2007 in Berlin - \u00dcbersichtskarte\" target=\"_blank\">auf dieser Karte<\/a> alles n\u00f6tige erfahren. Am Ende der Strecke befindet sich eine Markierung, die \u00fcber die L\u00e4nge des gesamten Weges informiert.<\/p>\n<p>Hier noch der ungef\u00e4hre Zeitplan:<br \/>\n19:00 los<br \/>\n20:30 am Alexanderplatz<br \/>\n22:30 Zutritt zur Festmeile<br \/>\n00:00 Sektdusche und Feuerwerk<br \/>\n05:17 Zug von Friedrichstra\u00dfe nach Hause<br \/>\n07:00 zu Hause angekommen und endlich schlafen<br \/>\n15:30 das Erwachen<\/p>\n<p>Ich ging mit Tagesanbruch schlafen und als ich aufwachte, wurde es bereits wieder dunkel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich w\u00fcnsche allen, die mich kennen oder auch nicht kennen, ein frohes Jahr 2008. Silvester einmal in Berlin erleben, das war der Plan von urspr\u00fcnglich 5 Personen, den letztendlich 2 auch umgesetzt haben. Zusammen mit einem Freund fuhr ich also nach Berlin. 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